Akademische humangenetische Sachverständigentätigkeit
Profil und Karriere

Über Prof. Dr. med. Christian T. Thiel-Hirschmann

Universitäre Humangenetik mit klinischer Führungserfahrung, nachgewiesener translationaler Forschung und belastbarer Expertise in der Bewertung komplexer genetischer Befunde für Gerichte, Versicherungen und Kanzleien.

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Prof. Dr. med. Christian T. Thiel-Hirschmann Porträt
Universitäre Humangenetik · klinisch, translational, gutachterlich
Executive Profile

Prof. Dr. med. Christian T. Thiel-Hirschmann, MBA

Facharzt für Humangenetik, apl. Professor und Oberarzt am Institut für Humangenetik des Universitätsklinikums Erlangen. Seit 2012 vertritt er den Institutsdirektor in klinischen, akademischen und strategischen Angelegenheiten und verbindet Diagnostik, Patientenversorgung, Bioinformatik und wissenschaftliche Translation in einer Person.

Die berufliche Entwicklung ist geprägt durch mehr als 25 Jahre Erfahrung in klinischer Genetik, den Aufbau und die Weiterentwicklung diagnostischer NGS-Strukturen sowie die wissenschaftliche Analyse seltener Erkrankungen, Wachstumsstörungen und Skelettdysplasien.

>25 Jahre klinische Humangenetik seit 2012 Oberarzt apl. Professor seit 2020 Executive MBA 2021
>21.000mit NGSVA analysierte Patientendatensätze
>2.500bestätigte molekulare Diagnosen
>12.000koordinierte genetische Konsultationen
>1.000persönlich durchgeführte genetische Beratungen
85Originalpublikationen (Stand Oktober 2025)
34h-Index
>4.500Zitationen
>2,0 Mio. €Drittmittel als PI bzw. kooperativ eingeworben
Klinische und strategische Rolle

Leitungs- und Integrationsfunktion

Die klinische Tätigkeit umfasst die enge Verzahnung mit Pädiatrie, Onkologie, Gynäkologie, Kardiologie und Neurologie. Hinzu kommen board- und fallbezogene Beiträge in ZSEER, ZPM, onkogenetischen Strukturen sowie im nationalen § 64e-Modellprogramm für Genomsequenzierung.

  • seit 2012: Oberarzt am Institut für Humangenetik, Universitätsklinikum Erlangen
  • seit 2009: Eigenständige Forschungsgruppe und Principal Investigator
  • seit 2020: apl. Professor für Humangenetik, FAU Erlangen-Nürnberg
  • seit 2021: Executive MBA mit Schwerpunkt Management und Strategie
Bioinformatik und Diagnostik

NGS, Qualität und Prozessentwicklung

Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt im Aufbau, der Weiterentwicklung und der qualitätsgesicherten Anwendung diagnostischer Genomverfahren. Dazu gehört die Mitentwicklung der NGSVA-Plattform, die heute in diagnostischen und klinischen Kontexten breit genutzt wird.

  • strategischer Beitrag zur Core Unit NGS
  • Mitentwicklung der NGSVA-Plattform für Variantenauswertung
  • Unterstützung von DAkkS-Akkreditierung und Qualitäts-KPIs
  • Verkürzung diagnostischer Turnaround-Zeiten in Prenatal- und Tumordiagnostik
Wissenschaftliches Profil

Translational ausgerichtete Forschung

Die Forschungsschwerpunkte liegen in der funktionellen Genomik von Wachstumsstörungen und Ziliopathien, in der klinischen Variantenevaluation sowie in der Übersetzung molekularer Erkenntnisse in diagnostisch und gutachterlich belastbare Aussagen.

Hochrangige Arbeiten erschienen unter anderem in Science, The Lancet, American Journal of Human Genetics, Genetics in Medicine und Nature Cell Biology.

Lehre und Nachwuchsförderung

Langjährige akademische Verantwortung

  • regelmäßige Lehrveranstaltungen in Medizin, Molekularmedizin und Biologie
  • Entwicklung fallbasierter Key-Feature-Prüfungen für das IMPP
  • Betreuung von Dissertationen, Masterarbeiten und Weiterbildungsärzten
  • Mitarbeit in der GfH-Kommission „Akademie Humangenetik“
Gremien und Fachservice

Nationale Sichtbarkeit

  • Mitglied der Leitlinienkommission Genetische Diagnostik
  • DFG-Reviewer und Gutachter für internationale Journale
  • Editorial Board Tätigkeiten und Advisory-Board-Funktionen
  • Mitwirkung in klinischen Boards und Expertenstrukturen
Warum dies für Auftraggeber relevant ist

Gutachterlicher Mehrwert aus klinischer Tiefe und wissenschaftlicher Breite

Für gerichtliche oder versicherungsmedizinische Fragestellungen ist nicht allein die Kenntnis eines genetischen Befundes maßgeblich, sondern dessen belastbare Einordnung im jeweiligen klinischen, diagnostischen und prognostischen Kontext. Genau hier liegt der besondere Mehrwert eines universitären humangenetischen Sachverständigen mit eigener translationaler Forschung, diagnostischer Prozessverantwortung und langjähriger klinischer Erfahrung.

Typische Stärken

  • präzise Trennung von Befund, Evidenzlage und Schlussfolgerung
  • Einordnung seltener Varianten und komplexer Genotyp-Phänotyp-Korrelationen
  • verständliche Sprache für Gerichte, Versicherungen und Kanzleien

Typische Themenfelder

  • seltene genetische Erkrankungen
  • Wachstumsstörungen und Skelettdysplasien
  • Exom- und Genombefunde, Kausalitäts- und Prognosefragen
Verankert in universitärer Medizin, Forschung und internationaler Sichtbarkeit.
Anfrage

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Für seltene, methodisch anspruchsvolle oder streitige Konstellationen ist eine kurze Vorab-Einschätzung anhand der verfügbaren Unterlagen möglich. Danach kann die formale Beauftragung strukturiert vorbereitet werden.